Donnerstag, 12. April 2012

Tutorial: Modellbau Felsen / model hill


Aufgrund mehrerer Anfragen in verschiedenen Forenbeiträgen habe ich nun Zeit gefunden und mir genommen, den Bau von meinen Modellbau Felsen in Form eines kleineren Tutorials zu beschreiben. Meine Felsen bestehen in der Regel aus Styrodur, dieses erwerbe ich in Form von Dämmplatten im Baumarkt. Es gibt verschieden Farben, die wohl zum einen die Dicke, aber auch die Dichte des Materials repräsentieren. Generell ist Styrodur fest und deshalb auch mit dem Cutter schön und sauber zu schneiden. Gerade im Vergleich zu Styropor, denn die Poren des selbigen neigen dazu abzubröseln. Das führt zu dem bekannten und häufig unerwünschten Effekt auf der Oberfläche, man sieht die einzelnen Kügelchen bzw deren Anschnitt. Dagegen kann man natürlich mit Spachtelmasse ankämpfen, was aber wiederum auf Kosten von Details geht, die man ja kreativ und aufwändig geschnitzt hat. Deshalb empfehle ich Styrodur oder andere feste Schaumstoffe.







Arbeitsschritte

1. Planung ist die halbe Miete - deshalb starte ich meistens mit einer kleinen Skizze.

2. Den Felsen grob aus dem Material schneiden, auch dafür nehme ich meist einen Cutter, notfalls wird von Oben und Unten geschnitten. Es kommt ja bei diesem Schritt noch nicht auf die Genauigkeit an.
3. Nun wird mit dem Cutter die Form heraus gearbeitet, bei diesem Schritt muss der Cutter auch nicht unbedingt besonders scharf sein. Ich habe deshalb auch mehrere Messer, um zumindest immer eines mit einer neuen und wirklich scharfen Klinge zu haben.

4. Mit dem schärfsten Cutter werden die Details geschnitzt, also Risse und Co., außerdem werden natürlich alle groben oder ausgefransten Stellen gesäubert. Dieser Schritt ist somit einer der wichtigsten und dem Modellbauer sind keine Grenzen gesetzt. Schnitzen, bis der gewünschte Grad an Detaillierung erreicht ist.

5. Nachdem das Syrodur in eine zufriedenstellende felsige Form gebracht wurde, wird nun mit verdünnter, wasserlöslicher Spachtelmasse die Oberfläche versiegelt. Wer will kann auch noch etwas Leim dazu mischen, dass erhöht die Flexibilität und somit die Stabilität.

6. Nach dem Trocknen wird mit der Bemalung begonnen. Ich nehme dazu Arylfarben, zuerst wird mit dunklen Grautönen grundiert und dann geht es über mehrere Tusch- und Trockenbürstschritte  zum Endprodukt. Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, sollte man nicht nur Grau aus Schwarz und Weiß benutzen, sondern immer auch mit Braun-, Grün- und Rottönen arbeiten. Dabei sollte man nur stellenweise besondere Areal akzentuieren. Wenn man dies nicht tut, wirkt es monoton oder wie ein Regenbogen. ;-)

7. Bepflanzung und Begrünung sollen an anderer Stelle erwähnt werden.

Mehr in Kürze!
Bestes Lenny

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